Für das Gebiet des ehemaligen Südbahnhofes wurde ein neuer Flächenwidmungsplan beschlossen.

BAuplatz Erste Campus

Im 8. ÖBB Bezirksforum am Montag, 14. Juni wurde mitgeteilt, dass die Abbrucharbeiten des Stationsgebäudes Südbahnhof abgeschlossen sind und die Übergabe des Gebietes termingerecht Ende Juni an den neuen Eigentümer erfolgen wird.

Baustelle des Erste Campus vom Turm des 20er-Hauses

Ebenfalls zeitgerecht wurde der Flächen- und Bebauungsplan Plandokument 7765 vor zwei Wochen im Gemeinderat gegen die Stimmen der Grünen beschlossen.

Die Grünen befürchten, dass durch die vorgesehene Bebauung, fast ausschließlich Büros, eine Verödung, vor allem in den Nachtstunden eintritt und haben Abänderungen vorgeschlagen. Näheres siehe

http://wieden.gruene.at/hauptbahnhof/artikel/lesen/60899/.

Die Bezirksvertretung Wieden hat auf Betreiben der Grünen Wieden eine gemeinsame Stellungnahme im Rahmen der öffentlichen Auflage abgegeben, ein Recht, das jeder Bürgerin und Bürger hat. Siehe  http://wieden.gruene.at/hauptbahnhof/artikel/lesen/61542/.

Laut Bauordnung hat die Bezirksvertretung ein Recht auf Stellungnahme bei Änderungen des Flächen- und Bebauungsplanes. Im Rahmen dieses Verfahrens hat eine einstimmige Stellungnahme der Bezirksvertretung zur Folge, dass der Planungsausschuss des Gemeinderates entweder die Abänderungen berücksichtigt oder das Plandokument wieder der Bezirksvertretung zur Abstimmung vorlegen muss. Diese Möglichkeit hat die Bezirksvorsteherin Susanne Reichard vergeben, in dem sie die Verschiebung der Bezirksgrenze mit dem 10. Bezirk vereinbarte und dies die Bezirksvertretung Wieden gegen die Stimmen der Grünen absegnete.

Leider wurde im Gemeinderat kein einziger von den von den Grünen vorgeschlagenen Punkte berücksichtigt. So steht einer Baugenehmigung nichts mehr im Wege.

Bericht über die Baustellenbesichtigung des Hauptbahnhofes am 17. Juni 2010

Die ÖBB hat für Mitglieder der Bürgerinitiativen eine Besichtigung der Baustelle des Hauptbahnhofes organisiert. Die Bauarbeiten liegen laut Auskunft der ÖBB im Zeitplan.

Im Bereich des Stationsgebäudes ist die Baugrube zum größten Teil bis auf das Niveau der Fundamentplatte ausgehoben und zum Teil wird schon die Fundamentplatte betoniert.

Bodenplatte der Tiefgarage

Baugrube und teilweise betonierte Bodenplatte der Tiefgarage

 Auf dem Foto sieht man den ehemaligen Steudel-Tunnel, der schon mit Beton verfüllt wurde. Es wurde ein begehbarer Kollektor (Gang für Leitungen) frei gelassen. Die Einfahrt, sie befindet sich schon außerhalb des Stationsgebäudes, ist zum größten Teil fertig betoniert. Dahinter wird der südliche Bahnhofsvorplatz liegen.

Einfahrt zur Ebene der Zulieferungen und Tiefgarage

Einfahrt in die Tiefgarage

Die Unterführung Mommsengasse nimmt schon Konturen an. Durch diese Unterführung wird in Zukunft die Linie D fahren. Rechts von den runden Säulen wird der Bereich der hinteren (östlichen) Bahnhofshalle liegen. 

Durchfahrt Mommsengasse; rechts der Bereich der östlichen Verteilerhalle

Das nächste Foto zeigt den Erdkörper zwischen der Durchfahrt Argentinierstraße und Mommsengasse. Er hat seine endgültiges Niveau erreicht. Darauf kommen noch der Gleiskörper und die Bahnsteige.

Aufschüttung bis zum Niveau der Gleise

Ein Teil der südlichen Begrenzungsmauer der Verkehrsstation und die Durchfahrt Ghegastraße sind  schon fertig.

Südliche Grenze der Verkehrsstation

Mitten im Gelände befindet sich eine Betonmischanlage, die 180 m³ Beton produziert. Die Anlage vor Ort bringt den Vorteil, dass es durch Staus auf den Straßen zu keinen Verzögerungen im Antransport des Betons kommt und so der Beton in der gewünschten Qualität rechtzeitig eingebaut werden kann. Es werden so auch einige Fahrten auf Wiens Straßen vermieden.

Betonmischanlage

Im östlichen Bereich steht schon ein Pfeiler der Südbahnbrücke. Der Pfeiler hat eine außergewöhnliche architektonische Form und erzeugt die Hoffnung auf ein außergewöhnliches Brückentragwerk. 

Pfeiler de Südbahnhofbrücke

Das nächste Foto zeigt im Vordergrund die Tunnelzufahrt zur Autoreisezuganlage. Im Hintergrund wird ein weiterer Pfeiler für die Südbahnhofbrücke betoniert.

Unterirdische Zufahrt zu der Auto-im-Reisezug Verladestelle

Die Bohrpfähle zeigen den Verlauf der Unterwerfung (unterirdischer Gleiswechsel von der rechten Seite auf die linke Seite).

Unterwerfung

In dem Gebäude werden Transformatoren untergebracht. Der Betonschacht zeigt das zukünftige Niveau der Gleisanlagen.

Es war eine sehr informative Fahrt durch das Baustellengelände.

Ab 19. August wird es die Möglichkeit geben, das Baugeschehen vom Bahnorama aus (siehe http://schaffnerin.wordpress.com/2010/05/16/bahnorama-feierte-vor-einigen-tagen-dachgleiche/) zu beobachten.

Gesperrter Zebrastreifen wieder offen

Seit letzter Woche ist der Zebrastreifen über die Arsenalstraße zur Haltestelle der Linie D stadteinwärts wieder offen. Wie angekündigt, wurde der Umbau des Pumpwerkes in der geplanten Zeit fertig.

Zebrastreifen wieder offen

Die Fahrgäste die von der Schnellbahn in die Linie D umsteigen, werden es begrüßen, dass sie wieder direkt ohne Umwege zur Haltestelle der Linie D gelangen können.

Die Grünen hoffen, dass dies die letzte Sperre für die FußgängerInnen war. Umwege, auch kleinere, werden von den Fahrgästen als sehr unangenehm empfunden.

Anmerkungen zum Rechnungshofbericht (RH) Mai 2010

Steigerung der Gesamtkosten:

Im Rahmenplan 2005-2010 wurden 423 Mio. Euro angegeben. Die Gesamtkosten wurden im April 2009 auf 1.199 Mio. Euro geschätzt.

Ursprünglich war geplant den Nah- und Fernverkehr getrennt auf zwei Geschoßebenen abzuwickeln. Es erfolgte laufend eine Ausweitung des Projektumfangs. Im September 2006 wurde der Vollausbau der Standortkonzentration Matzleinsdorf beschlossen. Diese Konzentration bringt betriebswirtschaftlich Vorteile und ermöglicht eine wesentlich umfangreichere Immobilienentwicklung.

Der RH kritisiert, dass Teile der Projektausweitung nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Kernprojekt, dem Bau eines Durchgangsbahnhofes stehen.

Stadtentwicklungsgebiet:

Die technischen und sozialen Infrastrukturkosten für die Stadt Wien erhöhten sich um mehr als das Doppelte. Im März 2005 wurden 88,5 Mio. Euro geschätzt, im Juli 2007 waren es 174,64 Mio. Euro. Im Februar 2009 wurden als Gesamtkosten 310,85 Mio. Euro angegeben. Die Erhöhung resultiert aus wesentlich größeren  Straßenausbauflächen (+50%), Preissteigerungen und Auflagen aus dem UVP-Bescheid.

 Immobilienprojekte:

Zur Erlösmaximierung wären auch eine Interessentensuche bzw. direkte Verkäufe frei finanzierter Wohnungen vorzusehen.

APM:

Im April 2006 verpflichtete sich die ÖBB-Infrastruktur Bau AG in einem Liegenschaftskaufvertrag mit einer österreichischen Banken-Gruppe die S-Bahn-Station zu erneuern (Kosten rund 20 Mio. EURO) oder ein alternatives Verkehrsmittel (APM = Cable Liner) zu errichten, ohne über eine ausreichende Kostenschätzung zu verfügen. Dies wurde zu einem Zeitpunkt verhandelt, als die Auflassung der S-Bahn-Station bereits überlegt wurde.

Es gibt einen kleinen Anbietermarkt (nur zwei Firmen). Ein Anbieter steht in einer gesellschaftlichen Beziehungen zu einer Gesellschaft, die bereits einen Kaufvertrag mit der ÖBB-Infrastruktur Bau AG über den Erwerb eines Baufeldes abgeschlossen hatte.

Durch die Anbindung von Grundstücken an ein APM-System erwartet die ÖBB-Immobilienmanagement Gesellschaft mbH Steigerungen des Verkehrswertes von 7 bis 10 %. Bei bereits verkauften Grundstücken sollten nachträglich Kostenbeteiligungen von insgesamt rund 5 Mio. EURO eingefordert werden. Die Verträge für die bereits verkauften Grundstücken enthielten keine Regelungen für die Kostenbeteiligung. Der RH beurteilt die Erfolgsaussichten von Nachverhandlungen als gering.

U-Bahn:

Die U-Bahnanbindung des Hauptbahnhofes war und ist für Stadt Wien nicht das vorrangige Ziel. Für die Linienführung der U2-Süd stand die Erschließung dreier Stadtentwicklungsgebiete im Vordergrund.

Der RH schlägt das Liniekreuz U2/U5 vor. Dadurch ergäbe sich eine Umsteigmöglichkeit Meidling, Matzleinsdorfer Platz, Südtiroler Platz.

Der RH kritisiert, dass das BMVIT das Übereinkommen für die vierte Ausbaustufe der U-Bahn in Wien unterzeichnete, ohne dass es in die Vertragsverhandlungen eingebunden gewesen wären. Man hat es unterlassen, eine Untersuchung hinsichtlich einer U-Bahn-Anbindung an den Hauptbahnhof gegebenenfalls mit der Finanzzusage des Bundes zu verbinden.

Bisher erfolgten die Überweisungen des Bundes an die Gemeinde Wien ohne Prüfung der Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Angemessenheit der Investitionen.

Weitere Kritikpunkt ist die Mitfinanzierung der U-Bahn-Garnituren (sind keine Infrastrukturkosten). Diese Mitfinanzierung von Fuhrparkkosten beim U-Bahn-Bau wäre aus budgetärer Sicht zu überprüfen. Das Verständigungsverfahren und der Informationsaustausch zwischen dem BMVIT und dem BMF hinsichtlich Budgetierung und Vollzug des U-Bahn-Bundesbeitrag wären zu verbessern.

In Anbetracht der beachtlichen Netzlänge nach Fertigstellung der vierten Ausbauphase sollte seitens des Bundes grundsätzlich überprüft werden, inwieweit er sich an einer neuerlichen Erweiterung des U-Bahn-Netzes finanziell beteiligen möchte. Für den Fall der Aufrechterhaltung einer Mitfinanzierung wären die Kompetenzen für eine inhaltliche Überprüfung innerhalb des Bundes zu klären, um bereits im Planungsprozess die Berücksichtigung der Bundesinteressen sicherstellen zu können.

UVP des Städtebauvorhabens:

Vorhaben mit guter Anbindung an den Öffentlichen Verkehr unterliegen derzeit einer UVP, während gegebenenfalls für gleiche Vorhaben ohne Nutzungsdurchmischung  keine UVP erforderlich ist. Die Feststellung eine Belastung mit Luftschadstoffen war mit Unsicherheit behaftet (Irrelevanzkriterien).

Der RH stellt fest, zu überlegen ob es sinnvoll ist Städtebauvorhaben in geschlossenen Siedlungsgebiet mit definierten Erschließungsanteilen durch den öffentliche Verkehr von der UVP-Pflicht auzunehmen. Das BMLFUW stellt mit Bezug auf die europäische Judikatur fest, dass Städtebauvorhaben nicht aus der UVP-Pflicht ausgenommen werden können. (122)

Terminplan:

Die mit der begleitenden Kontrolle beauftragte Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG) hat im Juni 2008 festgestellt, dass das Risiko von Terminverzögerungen nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Dieses Risiko wurde durch die Verlängerung der Bauzeit um ein Jahr vermindert.

Kommunikationstätigkeiten:

Verwendung von Rahmenplanmittel für Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung in diesem beträchtlichen Ausmaß (10 Mio.) sind nicht gerechtfertigt. Es bedarf einer grundsätzlichen Klärung über die Zulässigkeit der Verwendung von Mittel der Rahmenplanmittel für Öffentlichkeitsarbeit.

Der Nutzen aus der Informationskampagne, welcher der Stadt Wien ebenso wie den anderen ÖBB-Gesellschaften zufließt, wäre zu bewerten und eine dem Nutzen entsprechende Kostenaufteilung zu vereinbaren.

Infobox (bahnorama)

Es wurde eine Kostenteilung von 50 % zwischen Stadt Wien und ÖBB-Infrastruktur vereinbart. Die Infobox (bahnorama) ist kein Teil der Schieneninfrastruktur und die Verwendung von Mitteln aus Rahmenplanmitteln ist zu hinterfragen.

Kostenabgrenzung:

Der RH bemängelt die fehlende Transparenz und Nachvollziehbarkeit aufgrund der unterschiedlichen Zuordnung von Kosten zu Teilprojekten. So haben z. B. die Erlöse aus den Liegenschaftsverwertungen in den Teilgebieten D (Laxenburgerstraße und Westbahnhof) keinen unmittelbaren Bezug zum Investitionsvorhaben Hauptbahnhof

Die zwei Außenreinigungsanlagen (10 Mio.) und Anlage „Auto im Reisezug“ (21 Mio.) aus Mitteln des Rahmenplanes findet der RH unzulässig und fordert die Trennung zwischen Absatz (Personenverkehr + Traktion + Technisches Service) und Infrastruktur.

Die Zusammenfassung von Infrastruktur- und Absatzanlagen sowie Immobilienprojekten in einem Gesamtprojekt verstärkt die Gefahr von fehlerhaften Kostenzuordnungen. Interessenlagen der Immobilienverwertung und der betrieblichen Optimierung dürfen zu keiner Kostenerhöhung des Infrastrukturprojektes führen. Es sollt eine nach Projekten getrennte Darstellung von Kosten und Erlösen bzw. Kostenbeiträgen erfolgen, um eine klare Kostenübersicht und –verfolgung zu ermöglichen.

Eine Überprüfung de Zuordnung der Außenreinigungsanlagen sowie der Autoreisezuganlage sollte durchgeführt werden. Hinkünftig wäre auf eine strikte Trennung zwischen Infrastruktur und Absatz zu achten.

Liegenschaftsvertrag Baufeld A.05 (Seestre)

Im Juni 2008 wurde ein Kaufvertrag in der Höhe von 24,5 Mio. Euro mit realisierbaren Bruttogeschoßfläche von 70.000m² abgeschlossen. Der tatsächliche Kaufpreis sollte erst auf Grundlage der Bebauungsbestimmungen ermittelt werden. Am 30. Oktober 2008 erfolgte eine Änderung durch die ÖBB-Immobilienmanagement Gesellschaft mbH auf 45.000 m² mit einen geschätzten Wert in der Höhe von 15,75 Mio. Euro.  

Verkehrserzeugung:

Der RH empfiehlt der Stadt Wien, die Verkehrsmengen und den Stellplatzbedarf nach den aktuellen Evaluierungswerten zu bemessen. Da der Anteil des Nichtmotorisierten Individualverkehrs entsprechend der Evaluierung 2008 bereits deutlich über den Planwerten lag, empfahl er, entsprechende Kapazitäten für Radfahrer vorzusehen und auch ein niedrigeres Stellplatzregulative zu erwägen. So schlägt der RH vor für Wohnungen mit guter öffentlichen Verkehrsanbindung ein niedrigeres Stellplatzregulative als 100 % zu erwägen.

Verkaufsflächen:

Der im Dezember 2006 beschlossene Flächenwidmungsplan setzt 20.000 m² Verkaufsfläche fest. Die ÖBB-Immobilienmanagement Gesellschaft mbH strebt eine Verkaufsfläche von 40.000 bis 45.000m² an. Mit Abweichung von 5 bis 10 % und gemeinsam mit „bahnaffinen“ Nutzungen, die nicht zur verkehrserzeugenden Verkaufsfläche des Einkaufszentrum zu zählen waren, ging die ÖBB-Immobilienmanagement Gesellschaft von einer Verkaufsfläche von insgesamt rund 30.000 m² aus.

Im Jahr 2008 beschloss die ÖBB-Immobilienmanagement Gesellschaft das Projekt „Erdkörper West“ unter dem Tragwerk Laxenburger Straße. Dabei handelt es sich um rund 2.000 m² zusätzliche Verkaufsfläche, die unmittelbar an das Handels- und Dienstleistungszentrum angrenzt. 

Ergänzend plant die ÖBB-Immobilienmanagement Gesellschaft in Teilen des Baufeldes A.01 etwa 10.000 m² anzusiedeln. Grund für die Erweiterung der Verkaufsfläche ist  der erzielbare Mehrwert.

Im UVP-Straßenbau bezog sich die Bewertung der Umweltauswirkungen auf rund 22.000 m². Der RH weist kritisch darauf hin, dass die Erhöhungen der Verkaufsflächen eventuell ein neues Verfahren nach sich zieht.

bahnorama feierte vor einigen Tagen Dachgleiche

Das bahnorama wird ein Informationszentrum über alles, was den Hauptbahnhof betrifft. Es wird laufend Ausstellungen über den Baufortschritt der einzelnen Projekte auf dem Hauptbahnhofgelände geben.

Weit sichtbar ist der 66 m hohe Aussichtsturm, eine reine Holzkonstruktion. Eine Aussichtsplattform  in 40 m Höhe wird eine einzigartige Aussicht über das Baugelände und darüber hinaus über große Teile von Wien bieten.

Der Hauptzweck des Turms aber ist es einen Überblick über das Baugeschehen auf dem gesamten Hauptbahnhofgelände zu haben. Alle, die einen neuen Stadtteil mit Hauptbahnhof aus dem Boden wachsen sehen wollen und vor allem Baustellenkiebitze und werden voll auf ihre Rechnung kommen.

Die Eröffnung wird am Donnerstag, 19. August um 10:00 Uhr erfolgen.

Einige Fotos vom Baufortschritt:

Aufgenommen am 3. März 2010

Aufgenommen am 3. März - Stiegenaufgang

Aufgenommen am 22. April 2010

Aufgenommen am 8. Mai - Erste Träger der Aussichtsplattform sind sichtbar

Nähere Information siehe: http://www.hauptbahnhof-wien.at/de/Presse/Presseinformationen/2010/bahnorama_-_Mehr_als_ein_Holzturm_mit_Aussicht!/index.jsp

Es muss ja nicht immer eine U-Bahn sein.

Auch der gebetsmühlenartige Ruf der ÖVP nach einem zweiten U-Bahn-Anschluss (U2) an den Hauptbahnhof macht diese Forderung nicht sinnvoller. Zum einen rückt der Hauptbahnhof durch den Neubau näher an den Südtiroler Platz und somit zur U1 heran. Zum anderen liegt die Schnellbahnstation neben dem zukünftigen Bahnhof und die bestehende S-Bahn fährt auch ins Zentrum (Wien Mitte) und darüber hinaus über die Donau bis weit nach Niederösterreich. Zudem ist die Schnellbahn ein höherrangiges (=fährt rasch und effizient über weite Strecken) Verkehrsmittel als die U-Bahn. 

Um die Kosten einer U-Bahnlinie ist der Bau von vergleichsweise vier!! ebenso langen Straßenbahn- bzw. Buslinien möglich. Dies macht mehr Sinn, da dadurch wesentlich mehr Gebiete von Wien direkt an den Hauptbahnhof angebunden werden könnten. Wesentlich mehr Menschen hätten eine bequemere Anfahrt zum Hauptbahnhof und wären so nicht auf das Auto angewiesen.

Es muss ja nicht immer eine U-Bahn sein! Mehrere Straßenbahnlinien bzw. Buslinien leisten dasselbe und sogar mehr.

Sind 335 Meter weit?

Die ÖBB hat Pläne vorgelegt, aus denen hervorgeht, dass der Fußweg vom Beginn der Rolltreppe am Bahnsteig des neuen Bahnhofes bis zum Ende der Rolltreppe am Bahnsteig der U-1 335 Meter beträgt. (Siehe angehängtes Dokument „Weglänge“) In dieser Strecke sind die Längen der Rolltreppe enthalten, die zur Überwindung der Höhendifferenz  zwischen Zugbahnsteig und U-Bahnsteig von ca. 45 Meter dienen. In Summe ergeben die Rolltreppen eine Länge von ca. 100 Meter, die man auf jeden Fall zur Überwindung der Höhendifferenz benötigt. Verbleibt ein  reiner Fußweg von 235 Meter. Diese 235 Meter an Fußweg hätte man bei einer idealen Plazierung des Bahnhofs noch bedeutend reduzieren können. 

Da aber der Hauptbahnhof mit einem bestehendes System (U1) verbunden werden muss, liegt natürlich dieser Idealfall nicht vor. Aber sicher hätte man den Hauptbahnhof den einen oder anderen Meter näher an die U1 bringen können. Hinzu kommt, dass man die Reisenden zuerst durch ein Einkaufszentrum schleusen will, damit verlängert sich der Weg automatisch.

Daten zum Fussweg siehe Weglänge

Abbruch des Südbahnhofes – Staubentwicklung

Während der Abbrucharbeiten am Südbahnhof kam es zu starken Staubentwicklungen. Am 9. März war ich vor Ort und machte einige Aufnahmen.

Die letzten Teile der Südbahnhofhalle fallen zu Staub

Von Befeuchtung weit und breit keine Spur. Im Gegenteil, die „Befeuchtungskanone“ stand abseits und war nicht in Betrieb.

Links im Bild die Befeuchtungskanone außer Betrieb

Die ÖBB damit konfrontiert, meinten sie, dass bei Minusgraden das Wasser gefriere und daher eine Befeuchtung nicht möglich sei. Dieser Einwand ist berechtigt, zeigt aber ein gewaltiges Problem auf.

Es kann nicht sein, dass bei Minusgraden ganz einfach, da nicht gespritzt wird, der Abbruch-Staub sich ungehindert entwickeln kann. Vielleicht sollte man in Zukunft in Baubescheiden festlegen, dass bei Minusgraden keine Abbrucharbeiten, bei denen eine Staubentwickelung zu erwarten ist, erlaubt werden.

Durch den Tunnel kommt der Staub

 Am 29. März, drei Wochen später war ich wieder vor Ort. Der Frühling ist in der Zwischenzeit ins Land gezogen und die Abbrucharbeiten sind weiterhin im Gang.  Jetzt hinter dem Südbahnhof, und vom Gürtel nicht direkt einsehbar. Aber aus dem langen Tunnel unter den Bahnsteigen des ehemaligen Südbahnhofes in Verlängerung der Argentinierstraße kam eine gewaltige Staubwolke hervor.

Der Staub bleibt auf den umliegenden Straßen liegen und wird durch Wind und den Verkehr aufgewirbelt.

Ich rief den Ombudsmann an und wies auf die Staubentwicklung hin und habe dringend  um Abhilfe gebeten. Auch sollten die umliegenden Straßen öfters nass und mit Kehrmaschinen gereinigt werden. Ich werde mich nächste Woche vergewissern, ob sich die Situation gebessert hat.

Wenn Sie Beschwerden im Zusammenhang mit dem Abbruch des Südbahnhofes und später mit dem Bau des neuen Hauptbahnhofes haben, dann wenden sie sich an den Ombudsmann Herrn Guggenberger, dafür ist er von den ÖBB eingesetzt worden. Seine Telefonnummer ist: 01/902924000.

Neuer Zebrastreifen überraschend gesperrt

Vorgestern (24.03.10) wurde der erst vor einigen Wochen errichtete Zebrastreifen über die Arsenalstraße zur Haltestelleninsel der Linie D gesperrt.

Wieder werden die schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen auf ihrem Weg zum D-Wagen gezwungen große Umwege auf sich zu nehmen, Laut Informationstafel ist die Sperre für ein Pumpwerk notwendig und wird zwei Monate dauern.

Hier stellen sich schon einige Fragen: Warum wird das Pumpwerk gerade jetzt gebaut und nicht schon vor der Inbetriebnahme der provisorischen Schnellbahnstation im vergangenen Dezember? Kann das Pumpwerk nicht einige Meter neben dem Zebrastreifen errichtet werden? Es stellt sich schon die Frage ob es eine langfristige Planung gibt, oder ob man sich so von Woche zu Woche wurstelt? Gibt es wirklich keine Möglichkeit, dass die FußgängerInnen auf kurzem Weg zur Haltstelleninsel der Linie D kommen können?

Wenn man mehr Menschen zum Umsteigen auf das öffentliche Verkehrsmittel bringen will, muss auch das Umsteigen möglichst bequem und die Wege möglichst kurz sein.

Wohin fährt die Schnellbahn? Floridsdorf oder Meidling?

Kleinigkeiten machen das Leben oft schwer. In der neuen Schnellbahnstation Südbahnhof gibt es sogenannte Überkopfhinweistafeln. Beim rechten Abgang steht nur zu lesen: Bahnsteig 21. Die Fahrgäste fragen sich und andere zu recht: Fahren hier die Züge Richtung Floridsdorf oder Richtung Meidling?

Überkopfhinweistafel beiim Abgang

Ein Hinweis beim Zugang zum Bahnsteig in welche Richtung die Züge fahren, wär sehr hilfreich. Aber die ÖBB weigern sich beharrlich, so ein Zusatzschild anzubringen. Sie begründen ihre Weigerung damit, dass beim Betrieb nur eines Gleises (z. B. bei Reparaturen oder Unfällen) von einem Bahnsteig die Züge in beiden Richtungen fahren würden. Das ist zwar ein Sonderfall, aber auch dieses Problem ließe sich leicht lösen, wie das die Wiener Linien bei eingleisigem U-Bahnbetrieb auch schon des öfteren umgesetzt haben.

Derzeit gibt es am Vorplatzes bei den beiden Abgängen zwar ein Schild, auf dem Pfeile und Richtungsangaben angeführt sind, aber für die Fahrgäste, die ohnedies viele Neuerungen im Zuge des Umbaus zu bewältigen haben, nicht eindeutig klar sind.

Hinweistafel in der Mitte des Vorplatzes

Zusätzliche Verwirrung stiftet die Tatsache. dass die Schnellbahn links fährt, und nicht wie die Straßenbahnen und U-Bahn rechts.